Deutscher Oscar-Beitrag 2027: „Everytime“ & Deutschlands Chancen

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Deutschlands Oscar-Beitrag 2027 steht fest: „Everytime“ von Sandra Wollner geht für Deutschland ins Rennen. Das deutsch-österreichische Drama soll bei den 99. Academy Awards in der Kategorie Bester internationaler Film antreten und bringt bereits einen wichtigen Erfolg mit: In Cannes gewann „Everytime“ 2026 den Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard.

Doch wie gut sind die Chancen tatsächlich? Noch ist „Everytime“ nicht für einen Oscar nominiert. Bis dahin warten mehrere Auswahlrunden – und starke internationale Konkurrenz.

Deutscher Oscar-Beitrag 2027: „Everytime“ auf einen Blick

FaktInformation
Deutscher Oscar-Beitrag 2027Everytime
RegieSandra Wollner
DrehbuchSandra Wollner
ProduktionsländerDeutschland & Österreich
Laufzeit121 Minuten
KategorieBester internationaler Film
Cannes 2026Gewinner Un Certain Regard
Oscar-Shortlist15. Dezember 2026
Oscar-Nominierungen21. Januar 2027
Oscarverleihung14. März 2027

„Everytime“ wurde aus elf eingereichten Filmen als deutscher Beitrag ausgewählt. Eine unabhängige neunköpfige Jury traf die Entscheidung. Damit beginnt für Sandra Wollners Film nun die eigentliche Oscar-Kampagne.

Wie sich „Everytime“ im gesamten Rennen einordnet, zeigen wir auch in unserer aktuellen Oscar-Favoriten-2027-Prognose.

Warum ist „Everytime“ Deutschlands Oscar-Beitrag 2027?

Die Entscheidung fiel am 25. August 2026: Eine von German Films eingesetzte unabhängige Jury wählte „Everytime“ als Deutschlands offiziellen Beitrag für die Oscars 2027 aus.

Das bedeutet allerdings nicht, dass German Films selbst über den Gewinner entschieden hat. Die Organisation führt das deutsche Auswahlverfahren durch; über den eingereichten Film entscheidet eine unabhängige Fachjury.

Warum die Jury Sandra Wollners Film ausgewählt hat

Die Jury hob insbesondere hervor, wie Sandra Wollner Trauer filmisch erzählt und dabei mit Kameraarbeit, Atmosphäre und einem natürlich wirkenden Ensemble verbindet.

Damit setzte sich „Everytime“ gegen zehn weitere Filme durch, die für die deutsche Auswahl eingereicht worden waren.

Für das weitere Oscar-Rennen ist diese Entscheidung aber erst der Anfang. Die Academy entscheidet unabhängig davon, welche internationalen Filme es zunächst auf die Shortlist und anschließend unter die fünf Nominierten schaffen.

Welche Rolle der Cannes-Sieg für „Everytime“ spielt

Einen wichtigen internationalen Erfolg hat der Film bereits vorzuweisen. „Everytime“ gewann beim Filmfestival von Cannes 2026 den Un Certain Regard Prize.

Das ist für die Oscar-Kampagne durchaus wertvoll. Internationale Festivalerfolge schaffen Aufmerksamkeit bei Kritikern, Verleihern und Branchenmitgliedern und können einem Film helfen, während der Awards-Saison sichtbar zu bleiben.

Ein Cannes-Preis ist allerdings kein direkter Weg zu einer Oscar-Nominierung. „Everytime“ muss sich weiterhin im Auswahlverfahren der Academy durchsetzen.

Worum geht es in „Everytime“?

Eine Tragödie bringt in „Everytime“ eine Mutter, ihre Tochter und einen Teenager zusammen. Schuld, Trauer und Vergebung bestimmen die Beziehung zwischen den drei Figuren.

Gemeinsam reisen sie nach Teneriffa und holen dort einen Familienurlaub nach, der ursprünglich nie stattgefunden hat. Während der Reise beginnen Vergangenheit und Gegenwart zunehmend ineinander überzugehen.

Der Film ist damit kein klassisches großes Oscar-Epos, sondern ein persönliches Drama, das stark über Figuren, Atmosphäre und emotionale Ambivalenz funktioniert.

Regie, Besetzung und Produktion

Sandra Wollner führte bei „Everytime“ nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Die österreichische Filmemacherin verbindet damit erneut Autorenkino mit einer sehr eigenständigen visuellen Handschrift.

Zur Besetzung gehören unter anderem Birgit Minichmayr, Tristan López und Lotte Keiling.

„Everytime“ ist eine deutsch-österreichische Koproduktion und hat eine Laufzeit von 121 Minuten. Produziert wurde der Film von The Barricades und ZDF gemeinsam mit der österreichischen Panama Film als Koproduktionspartner.

Welche Chancen hat „Everytime“ bei den Oscars 2027?

„Everytime“ startet mit einer guten Ausgangslage in das internationale Oscar-Rennen 2027 – als sicherer Favorit sollte der Film derzeit aber noch nicht gelten.

Der Sieg in Cannes sorgt für internationale Sichtbarkeit. Hinzu kommt eine bereits laufende Festivalreise: Im September soll der Film seine nordamerikanische Premiere beim Toronto International Film Festival feiern und anschließend auch beim New York Film Festival gezeigt werden.

Gerade diese Präsenz in Nordamerika könnte für die kommenden Monate wichtig werden.

Was für eine Oscar-Nominierung spricht

Der größte Pluspunkt ist bislang das internationale Festivalprofil. Ein Film, der bereits in Cannes ausgezeichnet wurde und anschließend bei weiteren wichtigen Festivals präsent ist, startet mit deutlich mehr Sichtbarkeit in die Awards-Saison als eine weitgehend unbekannte Einreichung.

Auch der internationale Vertrieb spricht für eine gewisse Reichweite: „Everytime“ wurde bereits in zahlreiche Märkte verkauft.

Dazu kommt das thematische und filmische Profil. Ein charakterorientiertes Drama mit starker Regiehandschrift kann in der Kategorie Bester internationaler Film durchaus Aufmerksamkeit gewinnen.

Was gegen eine frühe Favoritenrolle spricht

Trotzdem wäre es zu früh, „Everytime“ bereits als sicheren Oscar-Kandidaten zu bezeichnen.

Die Kategorie Bester internationaler Film gehört zu den schwer vorherzusagenden Oscar-Rennen. Zahlreiche Länder schicken ihre stärksten Produktionen ins Rennen, während gleichzeitig noch Festivalerfolge und Awards-Kampagnen anderer Filme hinzukommen.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die bisherige Resonanz. „Everytime“ muss sein Momentum über den Herbst hinweg halten und anschließend genügend Unterstützung innerhalb der Academy gewinnen.

Ist „Everytime“ bereits für den Oscar 2027 nominiert?

Nein. „Everytime“ ist Deutschlands Oscar-Beitrag 2027, aber noch kein Oscar-Nominierter.

Der Unterschied ist wichtig: Deutschland darf einen Film als offiziellen Länderbeitrag für die Kategorie Bester internationaler Film auswählen. Dieser Film nimmt anschließend am Auswahlverfahren der Academy teil.

Erst wenn „Everytime“ am 21. Januar 2027 unter den fünf finalen Oscar Kandidaten genannt wird, hat der Film tatsächlich eine Oscar-Nominierung.

Einreichung, Shortlist und Nominierung: der Unterschied

Der Weg lässt sich vereinfacht in drei Stufen einteilen:

1. Deutscher Beitrag:
Deutschland wählt „Everytime“ als offiziellen Film aus.

2. Oscar-Shortlist:
Die Academy reduziert das internationale Feld auf 15 Filme.

3. Oscar-Nominierung:
Aus diesen 15 Filmen werden fünf offizielle Nominierte ausgewählt.

Erst danach beginnt das Rennen um den eigentlichen Oscar.

Wann entscheidet sich, ob „Everytime“ nominiert wird?

Für „Everytime“ sind in den kommenden Monaten vor allem drei Termine entscheidend.

15. Dezember 2026: Oscar-Shortlist

Am 15. Dezember 2026 veröffentlicht die Academy die Shortlist für den Besten internationalen Film.

15 Produktionen schaffen es in diese Runde. Sollte „Everytime“ darunter sein, hätte der deutsche Beitrag die erste große Hürde auf dem Weg zur Oscar-Nominierung genommen.

21. Januar 2027: Oscar-Nominierungen

Die endgültigen Oscar-Nominierungen 2027 werden am 21. Januar bekanntgegeben.

In der Kategorie Bester internationaler Film bleiben dann fünf Filme übrig. Erst zu diesem Zeitpunkt wissen wir also sicher, ob Deutschland bei der eigentlichen Oscar-Verleihung mit „Everytime“ vertreten sein wird.

14. März 2027: Oscarverleihung

Die 99. Academy Awards finden am 14. März 2027 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

Dort wird schließlich auch der Oscar für den Besten internationalen Film vergeben.

Weitere deutsche Filme im Oscar-Rennen 2027

2027 gibt es eine Besonderheit: „Everytime“ ist zwar Deutschlands offizieller Oscar-Beitrag, aber nicht die einzige deutsche Produktion, die sich für die Kategorie Bester internationaler Film qualifiziert hat.

Neue Academy-Regeln eröffnen bestimmten Filmen einen zusätzlichen Weg in das Auswahlverfahren.

„Gelbe Briefe“ von İlker Çatak

„Gelbe Briefe“ von İlker Çatak hat sich über seinen Sieg bei der Berlinale qualifiziert. Der Film gewann 2026 den Goldenen Bären.

Damit kann die Produktion unabhängig von Deutschlands offizieller Länderentscheidung für die Kategorie Bester internationaler Film eingereicht werden.

„Von Scham und Geld“ von Visar Morina

Auch „Von Scham und Geld“ von Visar Morina hat einen eigenen Qualifikationsweg.

Der Film qualifizierte sich über einen entsprechenden Festivalerfolg beim Sundance Film Festival und kann deshalb ebenfalls im Verfahren für den internationalen Oscar berücksichtigt werden.

Damit könnten 2027 gleich mehrere deutsche Produktionen im erweiterten Rennen auftauchen – auch wenn „Everytime“ weiterhin Deutschlands offiziell ausgewählter Länderbeitrag ist.

Wie funktioniert die Kategorie Bester internationaler Film?

Der Oscar für den Besten internationalen Film zeichnet Spielfilme aus, die außerhalb der USA produziert wurden und überwiegend nicht englischsprachigen Dialog enthalten.

Traditionell wählen Länder oder Regionen jeweils einen offiziellen Film für das Oscar-Rennen aus. Deutschland organisiert diese Auswahl über German Films und eine unabhängige Fachjury.

Bei den 99. Academy Awards kommt nun ein zusätzlicher Qualifikationsweg hinzu.

Neue Oscar-Regeln für die 99. Academy Awards

Seit der Oscar-Saison 2027 können bestimmte nicht englischsprachige Filme zusätzlich über qualifizierende Auszeichnungen bei ausgewählten internationalen Filmfestivals in das Verfahren gelangen.

Dadurch können in bestimmten Fällen mehrere Filme aus demselben Land für die Kategorie qualifiziert sein.

Genau deshalb können neben Deutschlands offiziellem Beitrag „Everytime“ auch „Gelbe Briefe“ und „Von Scham und Geld“ im erweiterten Auswahlverfahren auftauchen.

Die neue Regel macht die Bezeichnung „deutscher Oscar-Beitrag“ wichtiger denn je: Sie bezeichnet den offiziell von Deutschland ausgewählten Film, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass keine weitere deutsche Produktion qualifiziert sein kann.

Deutschland bei den Oscars 2027: Wie realistisch sind die Chancen?

Wie weit kann „Everytime“ tatsächlich kommen?

Zum jetzigen Zeitpunkt halten wir einen Platz auf der Shortlist für realistischer als eine seriöse Prognose über eine tatsächliche Oscar-Nominierung oder sogar einen Sieg.

Dafür spricht vor allem die bisherige Entwicklung. Der Cannes-Sieg verschafft dem Film Prestige, während die Festivalstationen in Toronto und New York helfen können, „Everytime“ auch im nordamerikanischen Filmbetrieb sichtbar zu machen.

Gleichzeitig befindet sich die internationale Oscar-Saison noch in einer frühen Phase. Das Feld wird sich in den kommenden Monaten verändern, wenn weitere Länder ihre Beiträge festlegen und sich klarere Favoriten herausbilden.

Deshalb verzichten wir bewusst auf eine künstliche Prozentzahl für die Oscar-Chancen.

Der 15. Dezember wird der erste wirklich aussagekräftige Test. Schafft „Everytime“ die Shortlist, lässt sich die Ausgangslage wesentlich fundierter bewerten.

Fazit: „Everytime“ hat eine gute Ausgangslage – aber noch einen langen Weg

„Everytime“ ist Deutschlands Oscar-Beitrag 2027 und gehört damit offiziell zum deutschen Rennen um den Besten internationalen Film. Sandra Wollners Drama bringt mit dem Sieg in Cannes und seiner internationalen Festivalpräsenz einige Argumente für eine erfolgreiche Awards-Saison mit.

Eine Oscar-Nominierung ist daraus aber noch lange nicht geworden.

Die erste große Entscheidung fällt am 15. Dezember 2026, wenn die Academy ihre Shortlist mit 15 internationalen Filmen veröffentlicht. Am 21. Januar 2027 folgen die fünf offiziellen Nominierten.

Bis dahin bleibt „Everytime“ ein deutscher Oscar-Kandidat mit einer interessanten Ausgangslage – und einer Geschichte, die wir während der Awards-Saison weiterverfolgen werden.

Häufige Fragen zum deutschen Oscar-Beitrag 2027

Was ist der deutsche Oscar-Beitrag 2027?

„Everytime“ von Sandra Wollner ist der deutsche Oscar-Beitrag 2027. Eine unabhängige Jury wählte das deutsch-österreichische Drama als Deutschlands offizielle Einreichung für die Kategorie Bester internationaler Film bei den 99. Academy Awards aus. Die Auswahl bedeutet allerdings noch keine Oscar-Nominierung.

Ist „Everytime“ für einen Oscar 2027 nominiert?

Nein. „Everytime“ ist Deutschlands Einreichung, aber noch nicht offiziell für einen Oscar nominiert. Am 15. Dezember 2026 wird zunächst die Shortlist mit 15 internationalen Filmen veröffentlicht. Die fünf tatsächlichen Nominierten für den Besten internationalen Film werden anschließend am 21. Januar 2027 bekanntgegeben.

Wer hat bei „Everytime“ Regie geführt?

Sandra Wollner führte bei „Everytime“ Regie und schrieb auch das Drehbuch. Der 121 Minuten lange Film ist eine deutsch-österreichische Koproduktion. Zur Besetzung gehören unter anderem Birgit Minichmayr, Tristan López und Lotte Keiling. 2026 feierte das Drama seinen internationalen Durchbruch beim Filmfestival von Cannes.

Hat „Everytime“ bereits einen wichtigen Filmpreis gewonnen?

Ja. „Everytime“ gewann 2026 den Un Certain Regard Prize beim Filmfestival von Cannes. Dieser Erfolg verschafft Sandra Wollners Drama internationale Aufmerksamkeit vor der Oscar-Saison. Ein Festivalpreis bedeutet allerdings nicht automatisch eine Oscar-Nominierung: Der Film muss sich weiterhin im Auswahlverfahren für den Besten internationalen Film durchsetzen.

Wann wird die Oscar-Shortlist 2027 veröffentlicht?

Die Oscar-Shortlist wird am 15. Dezember 2026 veröffentlicht. In der Kategorie Bester internationaler Film schaffen es 15 Produktionen in diese Auswahlrunde. Die endgültigen fünf Oscar-Nominierten werden am 21. Januar 2027 bekanntgegeben. Die Verleihung der 99. Academy Awards folgt am 14. März 2027 in Los Angeles.

Welche Chancen hat „Everytime“ auf eine Oscar-Nominierung?

„Everytime“ bringt mit seinem Sieg in Cannes und der internationalen Festivalpräsenz eine interessante Ausgangslage mit. Für eine sichere Oscar-Prognose ist es im August 2026 jedoch noch zu früh. Der erste wichtige Test ist die Shortlist am 15. Dezember. Erst danach lässt sich eine mögliche Nominierung deutlich fundierter einschätzen.

Können 2027 mehrere deutsche Filme für den internationalen Oscar qualifiziert sein?

Ja. Neben dem offiziellen deutschen Beitrag „Everytime“ können auch „Gelbe Briefe“ und „Von Scham und Geld“ für die Kategorie qualifiziert sein. Möglich wird das durch neue Academy-Regeln, die bestimmten nicht englischsprachigen Filmen über qualifizierende Festivalpreise einen zusätzlichen Weg in das Auswahlverfahren eröffnen.